Aktuelles

Fachtierarzt-Weiterbildung

Die Professur Hygiene und Reproduktionsphysiologie der Nutztierhaltung, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften,

Naturwissenschaftliche Fakultät III der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist als Weiterbildunsgstätte für die Fachtierarztbezeichnungen 'Bakteriologie und Mykologie' und 'Tier- und Umwelthygiene' zugelassen.

Weiterbildungsermächtigte Tierärztin ist Frau Prof. Dr. Nicole Kemper.

Halle

Das geMMA-Projekt ist an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg umgezogen. (Link)

Die neuen Mitarbeiter Jörg Lehmann und Danilo Bardehle sind seit Juni 2011 im Projekt angestellt.

 


Mastitis bei Sauen


GeMMA Logo

Ein Krankheitsbild - viele Namen: Das im deutschen Sprachraum unter MMA (Mastitis-Metritis-Agalaktie) bekannte Krankheitssyndrom bei Sauen im Zeitraum nach der Geburt wird international unterschiedlich bezeichnet. Eine präzisere Namensgebung wird zunehmend diskutiert, wobei CM und PPDS am zutreffendsten sind.

Name Autor
Agalactia Toxemica (Ringarp 1960)
Agalactia Complex (Penny 1970)
Agalactia post partum (Hermansson et al. 1978)
Coliform Mastitis (CM) (Bertschinger & Pohlenz 1980)
Lactation Failure (LF) (Elmore & Martin 1986)
Periparturient Hypogalactia Syndrome (PHS) (Smith 1992)
Postpartum Dysgalactia Syndrome (PPDS) (Klopfenstein 1999)
Puerperal Septicaemia and Toxaemia (Bostedt 1998, Heinritzi 1999)


Der MMA-Komplex stellt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, aber auch unter Aspekten der Tiergesundheit und des Wohlbefindens, das wichtigste Erkrankungsgeschehen bei Sauen im peripartalen Zeitraum dar. Neben den Schäden bei der Sau führt die mit Agalaktie einhergehende Mastitis zu einer -oft tödlichen- Nährstoffunterversorgung der Ferkel. 


Schaden Sau Schaden Ferkel
Leistungsminderung Todesfälle
Konzeptionsstörungen Kümmerer
geringere Wurfgrößen verringerte Kolostrumaufnahme
Aborte verringerte Zunahmen

Verschiedenste Bakterien wurden aus erkrankten Tieren isoliert, wobei vorrangig Escherichia coli an der Pathogenese beteiligt ist. Die Behandlung erfolgt mittels Antibiotika. Dem genetischen Hintergrund der Erkrankung wurde bislang wenig Beachtung geschenkt.
Ferkel am Gesäuge