ISN-News
Hier finden Sie weitere Informationen von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. | ![]() |
18.05.2012
Niederländischer NVV-Referenzpreis für Schlachtschweine und Ferkel für die 21. KW 2012
Die Interessengemeinschaft der niederländischen Schweinehalter (Nederlandse Vakbond Varkenshouders, NVV) hat den niederländischen Referenzpreis für Schlachtschweine für die 21. KW 2012 auf 1,61 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht festgesetzt. Das ist gegenüber der Vorwoche +5 Cent. Dieser Referenzpreis versteht sich als Preis, den niederländische Erzeuger in der genannten Kalenderwoche beim Vermarkten ihrer Schlachtschweine erzielen wollen. Er ist einAb-Hof-Preisund gilt für den Standard von 90 Kilogramm Schlachtgewicht, Typ A bei 56% Muskelfleischanteil (MFA), zzgl. Mwst. Die NVV hat die Ferkelnotierung für die 21. KW 2012 auf 48,00 Euro festgesetzt. Das ist +-0 Euro gegenüber der Vorwoche. Diese Notierung gilt zzgl. Mehrwertsteuer und bezieht sich auf eine 200er Verkaufspartie, 25 kg und mittlere Qualität. Die NVV hat mit Wirkung zum 01.01.2012 die Referenzpreise für Schlachtschweine und Ferkel umgestellt. Die Preise werden nicht mehr wie bisher incl. Mwst., sondern jetzt zzgl. Mwst. ermittelt. Durch diese Notierungsumstellung ergibt sich bei den Mastschweinen eine Preisdifferenz von 10 Cent und bei den Ferkelpreisen von 2,50 Euro gegenüber den Preisen des vergangenen Jahres.
18.05.2012
"Ferkel sucht Bauer per Internet-Kontaktbörse"
Unter dem beigefügten Link sehen Sie einen Video-Beitrag des NDR zur Ferkelkontaktbörse der ISN. Darin erläutert der Ansprechpartner der Ferkelkontaktbörse Paul kleine Klatte Anliegen und Funktionsweise der neuen Dienstleistung. Am Mittwoch, den 23.05.2012 um 18 Uhr lohnt sich ein Blick in die Nachrichten des Regionalsender FAN - Fernsehen aus Niedersachsen. Die FAN-Redakteure haben ebenfalls einen Clip zur Ferkelkontaktbörse gedreht und berichten dazu noch von der wirtschaftlichen Situation der Ferkelerzeuge. Dafür besuchten sie einen Sauenhalter. Das jeweils aktuelle TOP-Ferkelangebot der Woche finden Sie auch auf der Startseite des www.schweine.net.18.05.2012
EU-Gesundheitskomissar Dalli gegen Senkung der Tiertransportfristen
Die Europäische Kommission wird auf absehbare Zeit nicht vorschlagen, die Transportzeit für Schlachttiere auf acht Stunden zu begrenzen, so Agra-Europe. Das hat EU-Gesundheitskommissar John Dalli am Dienstag vergangener Woche gegenüber dem Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments klargestellt. Dalli rief die Abgeordneten dazu auf, der Realität ins Auge zu schauen: Die Schlachtbranche habe sich in den vergangenen Jahrzehnten vollkommen umstrukturiert. Die Unternehmen seien enorm gewachsen und hätten sich räumlich konzentriert. Viele kleinere Schlachthöfe seien aus wirtschaftlichen Erwägungen geschlossen worden. Das führe zwangsläufig zu längeren Anfahrtszeiten. Dalli betonte, dass er diese Entwicklung nicht unbedingt begrüße, aber sie sei nun einmal eingetreten. Derzeit sei es nicht ratsam, neue Vorschriften zu schaffen. Stattdessen müsse man sich darauf konzentrieren, dass die bestehenden Vorschriften in den Mitgliedstaaten auch durchgesetzt würden. Regelverstöße müssten bekämpft werden, so der Kommissar. Das Europaparlament hatte sich im März für die Begrenzung der Transportzeit von Schlachttieren auf acht Stunden ausgesprochen.18.05.2012
Auktionsergebnisse der Internetschweinebörse vom 16.05.2012
Bei der Auktion der Internet Schweinebörse am Mittwoch, dem 16. Mai 2012, wurden von insgesamt 2.090 angebotenen Schweinen in 12 Partien 1.590 Schweine in 10 Partien im Durchschnitt zu einem Preis von 1,70 €/kg SG (das sind + 4 Cent gegenüber der Vorwoche) in einer Spanne von 1,67 € bis 1,725 € verkauft.16.05.2012
Schweinepreise in China rückläufig erwartet
In China werden die Preise für Lebendschweine und Schweinefleisch im kommenden Sommer aller Voraussicht nach auf Jahressicht um 15 bis 20 Prozent fallen, teilt Dow Jones mit. Im vierten Quartal oder im Folgequartal wird es dann wieder zu einer Belebung kommen, lautet die weitere Einschätzung der Rabobank.Im ersten Quartal 2012 fielen die Preise für Lebendschweine im Vergleich zum Vorquartal um 3,7 Prozent auf 2,59 US-Dollar je Kilogramm. Das Schweinefleischangebot in China hatte von Januar bis Februar einen Anstieg von 3,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum erreicht und damit eine Erholung von den Rückgängen im vorigen Jahr eingeleitet. Insbesondere habe das Wachstum des chinesischen Sauenbestands dabei geholfen, den Rückgang im gesamten Schweinebestand im Dezember und den drei Folgemonaten wett zu machen, stellt die Rabobank in ihrer Analyse weiter fest. Die Schweinefleischproduzenten hätten die Vergrößerungsraten ihrer Herden sogar gesteigert, nachdem Tierkrankheiten im Land wie die Maul- und Klauenseuche wieder abgeklungen sind. Wie das Institut weiter feststellte, sinken derzeit die Gewinnspannen der chinesischen Schweinehalter aufgrund der fallenden Preise für Lebendvieh und Schweinefleisch sowie der anziehenden Kosten für Futtermittel. Demnach sind die Lebendviehpreise bei Schweinen im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent gefallen und liegen 85 Prozent unter dem Rekord von 120 US-Dollar pro Tier, die noch im Juli 2011 erreicht wurden.
Immer mehr Kleinbauern werden aufgrund des Kostendrucks und in Erwartung höherer Marktrisiken ihren Betrieb einstellen. Aufgrund des hohen Wachstums von Großbetrieben wird das Schweineangebot davon aber nur geringfügig betroffen sein, prognostiziert die Rabobank in ihrem Bericht.
16.05.2012
Novelle des Tierschutzgesetzes nächste Woche im Kabinett
In der kommenden Woche wird das Bundeskabinett aller Voraussicht nach die Novelle des Tierschutzgesetzes beschließen. Dessen Kernpunkte sind ein Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration zum 1. Januar 2017, ein Verbot des Schenkelbrands beim Pferd sowie eine Neuformulierung des bereits bestehenden Qualzuchtverbots. Darüber hinaus sollen die Landwirte bei der Sicherstellung des Tierschutzes künftig stärker in die Pflicht genommen werden. Tierhalter sollen laut Gesetzentwurf dazu verpflichtet werden, ein Eigenkontrollsystem zu etablieren, um die Einhaltung der Tierschutzvorgaben sicherzustellen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium soll ermächtigt werden, Einzelheiten über Inhalt, Umfang und Häufigkeit der betrieblichen Eigenkontrollen sowie die Auswertung und Mitteilung der Ergebnisse per Verordnung zu regeln. Ob die Erste Lesung des Gesetzentwurfs im Bundestag noch vor der Sommerpause stattfinden wird, ist offen. Möglicherweise steht die erst Ende September auf der Tagesordnung. Der erste Durchgang im Bundesrat ist für den 6. Juli vorgesehen. Einen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens wird es damit nicht vor Ende des Jahres geben.16.05.2012
Niederländisches Schweinezucht-Unternehmen investiert in Vietnam
Das niederländische Schweinezuchtunternehmen Hypor und Vietnams führender integrierter Futterhersteller, Japfa Comfeed Long An, wollen einen gemeinsamen Schweinezuchtbetrieb in Vietnam gründen, berichtet Agra-Europe. Wie Hypor in der vergangenen Woche mitteilte, wird das Joint Venture unter dem Namen Japfa Hypor Genetics Company firmieren. Ziel der beiden Partnerunternehmen sei es, einen Sauenzuchtbetrieb mit einem Bestand von rund 700 Tieren mit hohem Gesundheitsstatus aufzubauen. Dort sollen Schweine zur Vermehrung und Samen für Japfa produziert werden. Außerdem ist der Aufbau einer Verkaufs- und Serviceorganisation geplant, um die Jungsauen und den Samen in Vietnam zu vermarkten - einer der am schnellsten wachsenden Märkte in Asien. Der gesamte Schweinebestand des Landes werde auf 4 Millionen Tiere geschätzt. Der dortige Schweinefleisch-Verbrauch werde wegen der steigenden Einkommen der Bevölkerung bis 2015 voraussichtlich um 36 % auf 2,6 Mio t wachsen; die Produktion müsse dem Wachstumstempo angepasst werden. Die vietnamesische Regierung unterstütze die Modernisierung der schweineproduzierenden Industrie, um von derHinterhof-Produktionwegzukommen. Japfa Comfeed Long An ist eine Tochtergesellschaft des indonesischen Konzerns Japfa. Zu den Hauptaktivitäten des Unternehmens gehören Hypor zufolge die Herstellung von Tierfutter, die Hühnerzucht, die Verarbeitung von Geflügel und die Schweineproduktion. Hypor gehört zum Konzern Hendrix Genetics und ist eigenen Angaben zufolge einer der weltweit größten Anbieter von Schweinegenetik. Hendrix Genetics liefert weltweit und ist in mehr als 100 Ländern mit Betrieben und Beteiligungsunternehmen in 22 Ländern aktiv.
15.05.2012
Immer weniger Sauen in Dänemark
Die dänischen Schweinehalter haben ihren Sauenbestand in diesem Frühjahr erneut abgestockt; die Zahl der Schweine insgesamt blieb jedoch stabil, teilt Agra-Europe mit. Nach Angaben des Wirtschaftsverbandes Danish Agriculture and Food Council (DAFC) wurden zum Stichtag 1. April 2012 insgesamt annähernd 12 Millionen Schweine im nördlichen Nachbarland gehalten; das waren 28 000 Tiere oder 0,2 % mehr als bei der Viehbestandserhebung ein Jahr vorher. Der geringfügige Zuwachs resultierte ausschließlich aus der Kategorie der Mastschweine, deren Bestand um 2,4 % auf 3,13 Millionen Stück anwuchs. Die Ferkelpopulation mit Tieren unter 20 kg verringerte sich dagegen im Vergleich zur Vorjahreserhebung um rund 20 000 Stück oder 0,8 % auf 2,44 Millionen Tiere, während Jungschweine mit einem Gewicht von 20 kg bis unter 50 kg mit 5,16 Millionen Stück praktisch im selben Umfang wie im Vorjahr gehalten wurden. Wie in den Jahren zuvor setzte sich auch 2012 der Trend zu einem immer kleineren Sauenbestand fort. Den Ergebnissen der Viehzählung zufolge gab es Anfang April in Dänemark noch 1,20 Millionen Sauen; das waren 26 000 Tiere oder 2,1 % weniger als im Frühjahr 2011. Unterdurchschnittlich fiel dabei der Bestandsrückgang mit 1,0 % bei den tragenden Muttertieren aus; demgegenüber wurde die Haltung der nicht trächtigen Sauen um 3,9 % eingeschränkt. Noch stärker war das Minus im Bereich der Jungsauen, deren Zahl sich insgesamt um 21 000 Tiere oder 5,2 % auf 383 000 Stück verkleinerte. Der Branchenverband kündigte an, in Kürze eine aktualisierte Produktionsprognose zu veröffentlichen, die auf den Resultaten der jüngsten Bestandserhebung basiert.15.05.2012
EU-Schweinepreise: Trendwende eingeleitet?
In der aktuellen Woche überwiegen stabile Preisverhältnisse auf den EU-Märkten für Schlachtschweine. Wie in Deutschland, so gab es auch in den Niederlanden, Belgien, Österreich, Spanien und Dänemark keine Änderung der Notierungen, aus allen Ländern wurde von ausgeglichenen Märkten berichtet. Nachdem bei der Auktion in Frankreich am vergangenen Montag der durchschnittliche Erzeugerpreis um 2 Cent geringer ausfiel, konnte er am Donnerstag wieder leicht zulegen. Im Ergebnis bleibt ein Preisrückgang von umgerechnet -1 Cent. Für eine Preissteigerung fehlen derzeit in ganz Europa noch die notwendigen Nachfrageimpulse. Insbesondere im nördlichen und mittleren Europa drückt das wechselhafte Wetter auf die Grillstimmung der Verbraucher. In Südeuropa dagegen hat die zunehmende Wirtschaftskrise mit der hohen Arbeitslosigkeit negativen Einfluss auf die Fleischnachfrage. Tendenz für den deutschen Markt: In den vergangenen Tagen deutete sich an, dass sich das Angebot an schlachtreifen Schweinen wieder verringert. Vermarkter haben derzeit teilweise Probleme, die Nachfrage der Schlachtunternehmen bedienen zu können. Damit scheint die Trendwende hin zu steigenden Preisen eingeläutet zu sein. In den kommenden Wochen folgt mit den langen Wochenenden um Christi Himmelfahrt und Pfingsten traditionell die Zeit mit der besten Nachfrage nach Schweinefleisch. Die freundlichen Wetterprognosen lassen zusätzlich gute Umsätze erhoffen. Aus heutiger Sicht könnte in der kommenden Schlachtwoche ein Preisanstieg möglich sein.15.05.2012
Fleischproduktion bleibt auf Wachstumspfad
Die Produktion von Schweinefleisch ist von Januar bis März moderat um 0,7 Prozent auf 1,37 Mio. t gestiegen, so agrarzeitung.de Insgesamt steht Schweinefleisch damit für 67,7 Prozent der gesamten Fleischerzeugung in Deutschland. Deutlicher legte die Produktion von Geflügelfleisch zu: Sie stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,6 Prozent auf 353 500 t. Daran hatte Jungmasthühnerfleisch mit 212 800 t den größten Anteil. Die Fleischerzeugung in Deutschland steigt. Am deutlichsten legt die Rindfleischproduktion zu. Im ersten Quartal 2012 wurden deutschlandweit 2 Mio. t Fleisch in gewerblichen Schlachtbetrieben erzeugt. Das entspricht einem Anstieg um 30.200 t oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.Im gesamten Bundesgebiet wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 294 000 t Rindfleisch erzeugt und damit 3,6 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zurückzuführen sei der Zuwachs auf einen Anstieg der Schlachtzahlen um 24 400 auf 920 300 Rinder. Besonders die Bullen- und Ochsenschlachtungen seien gestiegen, auf gleichem Niveau wie im Vorjahr blieben die Kuhschlachtungen.
15.05.2012
Bundestag fordert „Impfen statt Keulen“
Für einen Paradigmenwechsel in der Tierseuchenpolitik spricht sich der Deutsche Bundestag aus, berichtet Agra-Europe. Die vorsorgliche Tötung gesunder Tiere bei Ausbruch der Klassischen Schweinepest stehe zu Recht in der Kritik der Öffentlichkeit, heißt es in einer Beschlussempfehlung, die Woche mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen beschlossen wurde. Die Linke unterstützt nach eigenen Angaben zwar das Anliegen der fraktionsübergreifenden Initiative, stimmte aber dennoch nicht zu, weil die Fraktion auf dem Antrag nicht genannt wird. In der Beschlussempfehlung wird gefordert, Keulungen auf das unerlässliche Maß zu beschränken und den AnsatzImpfen statt Keulenin der Tierseuchenbekämpfung zu stärken. Die Länder seien bei der Durchführung einer Notimpfung mit sicheren Impfstoffen zu unterstützen, um eine Verschleppung des Virus durch lebende Tiere oder tierische Produkte zu verhindern. Gleichzeitig müsse die Entwicklung weiterer Markerimpfstoffe vorangetrieben werden. Die Verbraucher seien über die Unbedenklichkeit notgeimpfter Tiere aufzuklären, so dass deren Vermarktung bei den Handelspartnern möglich und wirtschaftlich tragfähig bleibe. Die fleischverarbeitende Wirtschaft soll bei der Entwicklung eines Konzeptes zur Schlachtung und Verarbeitung geimpfter Schweine unterstützt werden. Schließlich soll die Bundesregierung bei Handelspartnern im Ausland für Akzeptanz von notgeimpften Tieren werben und sich für eine EU-weite Durchsetzung des Ansatzes
Impfen statt Keuleneinsetzen.
14.05.2012

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